Docklands

Eintrag von gb am 26 November 2013 | 0 Kommentare

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Wer sich für Technik, Stadtplanung und Architektur interessiert, und natürlich immer wieder auch für Londoner Geschichte, der sollte unbedingt einen Tag in den up-stream-docks verbringen. Sie stellten einmal das wirtschaftliche Zentrum Englands dar, wurden zwischen 1967 und 1981 stillgelegt und zum größten Sanierungsgebiet der Hauptstadt. Heute sind die Docklands der halboffizielle Name eines Stadtteils.

Er liegt östlich der City und man gelangt am Besten mit der Docklands Light Railway hin. Die computergesteuerten Züge fahren ohne Zugführer auf Hochgleisen, die dem Verlauf von Bahnstrecken aus dem 19. Jahrhundert folgen.

Hier ein paar historische, beeindruckende Zahlen: Die London Docks wurden 1805 erbaut, kosteten 4 Millionen Pfund, bedeckten 48 ha, hatten 3Themseeinfahrten und Wasserraum für 400 Schiffe, Lagerraum für 260000 Tonnen Güter und Kellerraum für 700 000 Hektoliter Wein. Um die 3000 Menschen pro Tag stemmten die Warenmassen (Zucker, Tee, Kaffeee, Tabak, Häute, Farbhölzer in Ballen, Kisten und Fässern.)

Docklands 1882Die Docks verloren ihre Bedeutung, als die Hafenanlagen weiter flussabwärts verlegt wurden. Zwischen 1981 und 1998 wurde ein Geschäftzentrum mit geplanten 200.000 Arbeitsplätzen und Wohnungen für 115.000 Menschen errichtet. Heute liegt der Schwerpunkt auf Wohnungsbau und Shopping-Zentren.

Für den Touristen gibt es rund 30 Anlaufpunkte, die wir hier gar nicht alle näher beschreiben können. In den Surrey Docks, am Ende von Butler´s Wharf steht zum Beispiel ein Design-Museum über der Themse. Im Pumpenhaus des Thames Tunnel, dessen Konstruktion 1825 bis 1843 als technische Meisterleitung galt, befindet sich ein weiteres Museum.

Die Docks von Wapping, Limehouse und Poplar ziehen sich am Nordufer der Themse bis zum Blackwall Tunnel hin. Hier wurden schon seit dem 16. Jahrhundert Waren umgeschlagen. Heute sind einige schöne Lagerhäuser wie das Ivory House renoviert, davor ankern zwei historische Schiffe.

Docklands - Bild aus Wikipedia

Das Zentrum der Sanierungen war die "Hundeinsel", Ilse of Dogs. Waren aus Ost- und Westindien landeten einst hier an. Heute wohnt und arbeitet man hier in architektonisch interessanten, bekannten und teils umstrittenen Anlagen. In einem mehrstöckigen Lagerhaus aus georgianischer Zeit residiert heute das Docklands Museum, das Besucher in wunderbare Inszenierungen verwickelt. Man kann dunkle Hafenviertelgassen durchstreifen, Kinder können ein Schiff beladen oder mit einem Taucherhelm eine Unterwasserreise unternehmen.

Die Royal Docks liegen ganz im Osten. Hier steht noch der alte Bahnhof North Woolwich. Natürlich mit einem Museum: Das Woolwich Railway Museum, ganz bestimmt beliebt bei Männern und KIndern.

1984 nahm das größte bewegliche Flutschutzwehr der Erde seine Arbeit auf: Die Thames Barrier ist 520 Meter breit, und geplant wurde sie schon seit 1953, nach der Hollandsturmflut. Neun Piers halten eine aus zehn riesigen Toren bestehende Stahlsperre. Gewaltige hydraulische Hebearme bringen die Tore in Position. Die Sperre verhindert die Überflutung großer Flächen in den Grafschaften Essex und Kent. Es gibt ein Besucherzentrum und man kann vom Greenwich Pier aus eine Bootsfahrt zu den Schleusentoren unternehmen.

Wo übernachten Sie? Wir bieten in London gepflegte und gemütliche Bed & Breakfast-Unterkünfte an, die wir handverlesen haben. Aber wenn Sie als Familie mit Kindern, als Gruppe von Freunden oder auch als Pärchen zu zweit unterwegs sind und sich selbst versorgen möchten, sind vielleicht unsere Ferienwohnungen ideal für Sie. Bettwäsche und Handtücher werden bei Ankunft zur Verfügung gestellt und Sie haben bei diesen Privatvermietern immer einen Ansprechpartner vor Ort, der Ihnen bei Anreise alles zeigen wird und Ihnen auch während des Aufenthaltes bei Fragen jederzeit zur Verfügung steht.

 

 

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