Moderne Museen in Rom

Eintrag von gb am 31 May 2013 | 0 Kommentare

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Ja, ja, das kennen wir schon: Der Tourist mit dem römischen Stadtplan in der Hand will zum Piazza Navona, Petersdom oder Trevi-Brunnen. Aber es sind nicht nur Antike und Mittelalter, die Rom verführerisch machen: Neuerdings entfachen Behörden und Architekten, Hoteliers und Restaurateure frischen Wind in der Ewigen Stadt und überbieten einander im Entwurf moderner Bauten. Diese Veränderung ist ein unauffälliger, aber nachhaltiger Prozess, ein richtiger dazu, denn eine lebendige Stadt kann sich nicht selbst im Altertum konservieren.
Im nahe des Bahnhof Roma Termini gelegenen Arbeiter- und Studentenviertel San Lorenzo übernahmen Künstler eine stillgelegte Nudelfabrik und richteten dort ihre Ateliers ein.Bald eröffneten ringsherum die ersten coolen Cafés und Modeläden. Heute ist um die Piazza Fiume ein witziges, lebhaftes, junges und noch gänzlich touristenfreies Szeneviertel entstanden. Ende 2010 wurde ganz in der Nähe das neue MACRO (Museo d'Arte Contemporanea Roma, Piazza Orazio Giustiniani, 4, 00153 Roma) in den ehemaligen Produktionshallen der Bierbrauerei Peroni eröffnet. Tatsächlich ist es eine Erweiterung, denn das Haus existiert schon seit der Jahrtausendwende.

Der Ausbau für 20 Millionen Euro macht aus einem Nischenmuseum ein Megaprojekt, entworfen von der französischen Stararchitektin Odile Decq. Für die Bauzeit sind 9 Jahre veranschlagt, und es ist noch nicht ganz fertig. Dennoch gilt es mit fast 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche schon jetzt als größtes und schönstes Museum für zeitgenössische Kunst Italiens.

Konkurrenz macht ihm vielleicht das MAXXI ( Via Guido Reni, 4A, Roma) im Norden der Stadt, Italiens erstes Architekturmuseum. Nach 15 Jahre währenden Bauarbeiten unter acht verschiedenen Regierungen eröffnete es im Mai 2010 mit einer gigantischen Party für 5000 Gäste. Auch hier war eine berühmte Architektin am Werk: Zaha Hadid durfte 150 Millionen Euro verbauen und hat mit der Bausumme den alten Kasernenkomplex mit ihrem futuristischen Glas-und-Beton-Entwurf, den die Römer Tagliatelle nennen, zu einem ästhetischen Ganzen verschmolzen.

Neben dem "MAXXI art", dessen Sammlung über 300 Werke umfasst, unter anderem von Anish Kapoor, Mario Merz oder Gerhard Richter, ist hier auch das "MAXXI architecture" eingezogen, zu dessen Beständen die Archive von Carlo Scarpa und Aldo Rossi sowie Arbeiten zeitgenössischer Architekten zählen.

Täglich besuchen Tausende die innovativen Kulturtempel. Ein bedeutender Aufbruch in einer Stadt, in der zu lange zu wenig mutige, neue Architektur entstand.

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